Delegation besucht Sozialzentrum in Boryslaw

5 Tage-Kurzbesuch mit 3.200 Kilometer. Strahlende Kinderaugen – herzlichen Dank an alle Spenderinnen und Spender! Besuch im Sozialzentrum in Boryslaw in der Westukraine. Freundschaftliche Begegnung und viele Geschenke von Horber Bürgern für Waisenkinder und für behinderte Jugendliche.

zu Gast bei Familie Zickwas

„Wir sind dankbar und überglücklich!“  freute sich Pfarrer Peter Pidlubnyy , der langjährige Direktor des griechisch-katholischen Sozialzentrums in der westukrainischen Stadt Boryslaw. Gerade hatten 25 Kinder und 10 behinderte junge Erwachsene Geschenkpakete aus Horb erhalten.

Motiviert durch den Spendenaufruf in den Horber Tageszeitungen gingen bei der Spitalverwaltung zahlreiche Spendenkartons und Kleiderspenden ein.

„Unser Spittelbussle ist übervoll“ freute sich Diakon Klaus Konrad bereits vor der Abreise. Das vor einiger Zeit vom hiesigen DM-Markt gestiftete Jugendfahrrad konnte ebenfalls mitgenommen werden. Darauf freuten sich die Kinder im Sozialzentrum genauso wie über die Winterkleider, Süßigkeiten, Malstifte und vielerlei Geschenke, die sie mit leuchtenden Augen auspackten.

Wertvoll waren auch die Geldspenden, die für den Betrieb des Sozialzentrums dringend benötigt werden. Das Team im Café „Jung & Alt“ im Altenpflegeheim „Bischof Sproll“ gibt seit dem Bestehen die Trinkgelder für soziale Zwecke. Dieses Jahr konnte Diakon Klaus Konrad im Namen des Caféteams einen Betrag von 200 Euro für die behinderten Kinder an Pfarrer Peter Pidlubnyy übergeben. Die Spittel-Apfelsaftaktion brachte ebenfalls, wie bereits in den Vorjahren 500 Euro für die Beschaffung von Lebensmitteln in das Sozialzentrum mit. Weitere Spenden von Horber Bürgern und sogar von einem Ehepaar aus den Niederlanden gingen ein, um die soziale Arbeit der Caritas in der ukrainischen Stadt Boryslaw zu unterstützen.

Die Horber Gäste mit Diakon Klaus Konrad, Lukas Bruscella, Paul Welte und dem früheren Stiftungsdirektor Peter Silberzahn konnten sich wieder einmal davon überzeugen, welch gute und wichtige Arbeit im Sozialzentrum Boryslaw beleistet wird.

Dabei sah es vor einem Jahr noch düster um die Zukunft des Sozialzentrums aus. Internationale Caritasprojektmittel waren ausgelaufen doch dank der Soziallotterie „AKTION MENSCH“, die ein Förderprogramm zum Aufbau von Basisstrikturen in Osteuropa zur wirksamen Verbesserung von Hilfen für behinderte Menschen ins Leben gerufen haben, kann die soziale Arbeit in den nächsten Jahren fortgesetzt werden. Die Katholische Spitalstiftung Horb hat dieses Projekt beantragt und bringt auch eigene Geldmittel hierfür ein.

Das Partnerschaftsprojekt hat seine Wurzeln in der Tätigkeit von zwei ukrainischen Zwangsarbeitern im Zweiten Weltkrieg. Nach wie vor hält die Spitalstiftung Kontakt zur Familie Zickwas, die in einem Dorf etwa eine Autostunde von Boryslaw entfernt wohnt.

Auch Pfarrer i.R. Ewald Werner und Familie Bertsch haben seit vielen Jahren Briefkontakt zu dieser Familie, die sich sehr über den Besuch der Horber Gäste freute.

„Die Katholische Spitalstiftung Horb dankt allen, die eine Geld- oder Sachspende für das Sozialzentrum Boryslaw gegeben haben“, drückt Diakon Klaus Konrad, der die Partnerschaft von Anfang begleitet, seine Freude aus. Voller Eindrücke und zufrieden über die Arbeit im Sozialzentrum und auch darüber, dass das neue Projekt für die behinderten Kinder dank des Zuschusses der Aktion Mensch so gut angelaufen ist, kehrte die Horber Delegation über Ungarn und Österreich wieder zurück.

Alle Bilder & Fotos, soweit nicht anderst beschrieben: Katholische Spitalstiftung Horb a. N.